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Die ersten Jahre

Als im Jahre 1976 der ehemalige Vorsitzende des BC Nauborn, Friedel Scheid, im Gemeindeblättchen den Tennissport ins Spiel brachte, fand er bei den „Neubürgern“ Rapelius, Hölscher, Brückner, Hanisch und Lange, „offene Ohren.“ Nach vielen Diskussionen, ob man sich einem Verein angliedern oder einen eigenen Verein gründen sollte, wurde schließlich am 3o.März 1977 mit 14:13 – Stimmen, beschlossen, sich den BC Nauborn anzuschließen. Unglücklicherweise gab es seit dem 1.1. 1977 die Stadt Lahn, deren Vertretungen anderes zu tun hatten, als sich um die Probleme der Nauborner Tennisspieler zu kümmern.

Da sich die Vertreter des BC und die „Neubürger“ nicht über die Höhe und die Verwendung des zu zahlenden Vereinsbeitrages einigen konnten, fand am 14.12. 1977 im Bürgerhaus eine Versammlung zur Gründung eines eigenen Vereins statt. Erschienen waren 4o Personen.

Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Christian Hölscher, 2. Vors. Dietrich Brückner, Sportwart Robert Rapelius, Kassenwart Helmut Sinkel( der einzige „echte“ Nauborner), Jugendwart Günter Stollberg, Beisitzer: Heinz Hanisch, Klaus Lange und Volkmar Rogge.

Da der BC seine Tennisabteilung nicht auflöste, hatte das Parlament des Stadtteils Wetzlar das Problem zu lösen, welcher Verein Tennisplätze beanspruchen könnte, obwohl bis dahin kein Land zur Verfügung stand. Alternativen wie Gebiet gegenüber dem TSV- Heim, Groschen- Jakobs-Weiher, Gelände neben der Grundschule, Waldsportplatz, Festplatz usw. kamen nicht in Frage.

Ab November 77 trainierten die Mitglieder unter der Leitung von Robert Rapelius im Bürgerhaus und in der Turnhalle, im Winter machte man unter fachkundiger Leitung des Tennisspielers Ribaric die ersten „Gehversuche“ mit dem Tennisschläger.

Mitte des Jahres zählte der Verein schon 82 Mitglieder, hatte sich ein Vereinsheim, „Stinkbude“ genannt aus Holz gebaut – es steht heute noch -, aber wie gesagt, die Plätze fehlten. Als Günter Hartler feststellte, dass er früher mit dem Oberbürgermeister der Stadt Lahn, Görnert, ruderte, Helmut Sinkel mit der Frau des Bürgermeisters über zig- Ecken verwandt war, begann man – mit Erfolg – das Feld von hinten aufzurollen. Am 24.4. 1978 beschloss dann die Wetzlarer Bezirksvertretung, dem BC und dem Tennisclub auf dem Gelände des Festplatzes je zwei Plätze zuzuweisen. Die Bauanträge wurden unter der Führung von Heinz Hanisch gestellt, die erforderlichen Einverständniserklärungen des Nachbarn Kunz holten sich Heinz Hanisch und Helmut Sinkel beim Melken, die des Weißmühlenbesitzers beim Abendessen, die von Heinz Süss, der die Wasserrechte des Wetzbaches besaß, bei einer Feier. Für die Finanzierung des ersten Bauabschnittes wurde ein Darlehen aufgenommen, die Vorstandsmitglieder bürgten mit je 1ooo DM.

Der erste Platz wurde Ende 1978 in Eigenleistung( 1125 Arbeitsstunden) fertig gestellt. Das Jahr 1979 stand im Zeichen des Baues des 2. Platzes und der feierlichen Eröffnung am 8.7. 1979. Bis dahin hatten die 1oo Vereinsmitglieder 25oo Arbeitsstunden geleistet. Im August fanden die ersten Vereinsmeisterschaften – Startgeld 2 DM – statt. Die ersten Clubmeister waren: Weibliche Jugend Susanne Hanisch, männliche Jugend, Stefan Bender, Damen: Gitti Rapelius, Herren: Klaus Lange.

Da 2 Plätze für einen geordneten Tennisbetrieb nicht ausreichen, begann erneut der „Kampf“ mit den Behörden um einen 3. Platz, um bei den Rundenspielen nicht auf andere Plätze ausweichen zu müssen. Obwohl der Bauantrag bereits am 12.12. 1979 gestellt wurde, dauerte es bis 1991, also 12 Jahre, bis zur Inbetriebnahme des 3. Platzes, weil man den Festplatz nicht verkleinern wollte. Grundlage für die Zuweisung war der Kauf des Geländes, erst dann gab die Stadt die Genehmigung. 198o beteiligte sich der Verein mit einer Damen – und einer Herrenmannschaft an der Medenrunde. Der Verein war schuldenfrei und blickte zuversichtlich in die Zukunft.